Die ISS

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Von 1986 bis 2001 umkreiste die Raumstation Mir die Erde (etwa 85.000 Mal) und wurde nach Ende des Kalten Krieges auch von anderen Staaten als der Sowjetunion genutzt. Als 1998 der Bau der Internationalen Raumstation (ISS) gestartet wurde, es auf der Mir immer häufiger zu technischen Pannen kam und zudem die Gelder für die Unterhaltung knapp wurden, wurde beschlossen, die Raumstation zu zerstören. Dafür wurde ein kontrollierter Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eingeleitet. Die Trümmer verglühten nur Teilweise und die Reste stürzten in der Nähe der Fidschi-Inseln ins Meer.

Nun umkreist die ISS die Erde in 400km Höhe. Interessanterweise war auch hier das erste Teil (Das Sarja Modul) wieder aus russischer Hand. Die einzelnen Bestandteile (Wohnmodule, Sonnenkollektoren, Auslegersegmente, Spektrometer, Roboterarm, Verbindungsknoten, Luftschleusen, Labormodule (russisch, amerikanisch, europäisch und japanisch) wurden nach und nach per Trägerrakete (unbemannt) oder Space Shuttle (bemannt) in den Erdorbit befördert. Dabei hat jede Nation ihre eigenen Schleusen und Forschungsbereiche. Die Energieversorgung erfolgt logischerweise über Solarenergie.

Was wird an Bord der ISS eigentlich gemacht? Interessanterweise geht es gar nicht so sehr um die Erforschung des Weltalls, sondern eher um die Erforschung des menschlichen Körpers. So werden Lebensfunktionen in Schwerelosigkeit erforscht, medizinische Diagnosemethoden getestet, sowie die physikalische Forschung vorangetrieben. Auch geht es um die Psyche des Menschen, um das Zusammenleben auf engsten Raum.

In sieben Jahren soll die ISS vermutlich ebenfalls ihre Lebensdauer erreicht haben und wird erneut, ganz wie die Mir, im Pazifik versenkt… das sind dann 100 Milliarden US-Dollar…

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